Fusion und klimaneutrale Energieerzeugung in Hamburg
Hamburg gehört zu den wichtigen Standorten für Forschung an Fusion und klimaneutraler Energieerzeugung. In der Metropolregion arbeiten Hochschulen und Forschungseinrichtungen daran, neue Energieträger, Materialien und Messmethoden für eine sichere und klimaneutrale Energieversorgung zu entwickeln. Gemeinsam mit Schleswig-Holstein, Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen hat Hamburg außerdem die Fusionsallianz gegründet – mit dem Ziel, gemeinsam an Erforschung, Entwicklung, Bau und Betrieb von kommerziell genutzten Fusionsreaktoren zu arbeiten.
Zu den wissenschaftlichen Ankerinstitutionen gehören DESY, der European XFEL, die Universität Hamburg und das Helmholtz-Zentrum Hereon. Am DESY stehen mit PETRA III und perspektivisch mit PETRA IV sowie mit den Lasersystemen FLASH und LUX Forschungsinfrastrukturen zur Verfügung, die extrem schnelle Prozesse und Materialverhalten unter anspruchsvollen Bedingungen sichtbar machen. Der European XFEL ergänzt dies mit Hochenergie- und Fusionsforschung, etwa zur Untersuchung früher Phasen von Fusionsprozessen. Die Universität Hamburg bringt Expertise zu Wasserstoff, Materialien und Energieumwandlung ein, während Hereon mit Arbeiten zu Werkstoffen und Energieprozessen die anwendungsnahe Perspektive stärkt.
Hinzu kommen Projekte wie IFuEL zur Entwicklung eines Lasers für Trägheitsfusion, Digi-HyPro zur digitalisierten Wasserstoffprozesskette und das Norddeutsche Reallabor zur Erprobung integrierter Energiesysteme. Der Energieforschungsverbund Hamburg bündelt Energieforschung in der Metropolregion. So entsteht in Hamburg ein Forschungsumfeld, in dem Fusion, Wasserstoff und klimaneutrale Energieerzeugung eng mit Materialforschung, Lasertechnologie und Systemintegration verknüpft sind.
