PIER-PLUS-Lenkungsrat: Fokus auf Forschungssicherheit
7. Mai 2026

Foto: UHH / Yzer
Der PIER-PLUS-Lenkungsrat hat sich in seiner 13. Sitzung im April 2026 intensiv mit dem Thema Forschungssicherheit unter den Bedingungen globaler politischer Umbrüche auseinandergesetzt. Dabei standen der fachliche Austausch über institutionelle Strategien, Cybersicherheit sowie die Frage nach gemeinsamen Strukturen für den Hamburger Wissenschaftsstandort im Zentrum.
Am 24. April 2026 kamen die PIER-PLUS-Partner an der Universität Hamburg zu ihren insgesamt 13. Lenkungsratstreffen zusammen, um Strategien für eine widerstandsfähige und handlungsfähige Wissenschaftsgemeinschaft in Zeiten geopolitischer Volatilität zu diskutieren. Prof. Dr. Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg, hob in seiner Einleitung den vertrauensvollen Dialog im Rahmen von PIER PLUS hervor, der gerade bei komplexen Themen wie der Forschungssicherheit unabdingbar ist.
Keynote von Ursula Schröder
Den fachlichen Auftakt bildete eine Keynote von Prof. Dr. Ursula Schröder, Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) und Sprecherin von PIER Konflikt, Koordination und Sicherheit. Unter Rückgriff auf ihre Expertise als Mitwirkende am Positionspapier des Wissenschaftsrats von 2025 zum Thema „Wissenschaft und Sicherheit in Zeiten weltpolitischer Umbrüche“ lieferte sie eine fundierte Basis, um die Dimensionen von Forschungssicherheit präzise zu definieren. Ihre Impulse bildeten den Ausgangspunkt für eine Debatte über die notwendigen Rahmenbedingungen für zukunftssichere Kooperationen.
In den anschließenden Panels wurde der Bogen von konkreten Compliance-Maßnahmen und individuellen Risikoabwägungen in der internationalen Zusammenarbeit bis hin zu Cybersecurity-Maßnahmen gespannt. Vertreterinnen und Vertreter der Partnereinrichtungen teilten dabei ihre Erfahrungen aus der Praxis – sei es im Umgang mit sicherheitsrelevanter Auftragsforschung oder bei der Etablierung gemeinsamer IT-Strukturen. Dabei wurde deutlich, dass ein proaktiver Wissens- und Erfahrungsaustausch entscheidend ist, um die Kompetenzen am Standort Hamburg effizient zu bündeln.
Durch die thematische Fokussierung unterstrich der Lenkungsrat den Anspruch der PIER-PLUS-Partnerschaft, nicht nur exzellente Forschung zu fördern, sondern auch die strukturellen Voraussetzungen für verantwortungsvolles wissenschaftliches Handeln in einem volatilen Umfeld aktiv zu gestalten. Das Treffen unterstrich dabei die Rolle von PIER PLUS als Plattform, die den Austausch zwischen den verschiedenen Institutionen maßgeblich stärkt – von den Hochschulen bis zu den außeruniversitären Forschungseinrichtungen.


